Zahl der Arbeitsunfälle steigt weiter
Die Anzahl der Arbeitsunfälle von Arbeitern und Angestellten ist in Österreich im Jahr 2006 auf 107.000 gestiegen. Für 2007 zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. In Deutschland ist die Anzahl von Arbeitsunfällen auch im Jahr 2007 weiter gestiegen.
Statistik
Wir befinden uns vor allem durch die steigenden Beschäftigtenzahlen im Wirtschaftsboom der letzten Jahre in einer Periode steigender Unfallzahlen. Es gibt dazu einige Statistiken mit unterschiedlicher Aktualität und Ausgangsbasis.
Wir empfehlen für Österreich den Tätigkeitsbericht der Arbeitsinspektion, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit herausgegeben wird. Dieser erscheint jedes Jahr und bietet damit eine gute Vergleichbarkeit der Zahlen. Sie finden die Statistik über den Link Statistik oder auf der Homepage der Arbeitsinspektion http://www.arbeitsinspektion.gv.at unter der Zeile ‚Mehr über die Arbeitsinspektion’.
In Deutschland ist es bekanntermaßen schwierig, Übersichtsdaten zu bekommen, aber die Deutsche gesetzliche Unfallversicherung bietet jetzt auf ihrer Homepage http://www.dguv.de unter der Rubrik ‚Zahlen und Fakten’ eine Übersichtliche Statistik bereits für das letzte Jahr 2007.
Was bedeutet diese Entwicklung für die Unternehmen?
Zuerst einmal kann man im erklärenden Text lesen, dass zwar die Unfallzahlen absolut steigen, dass aber die Häufigkeit z.T. sogar fällt. Mit Hilfe der statistischen Auswertung lässt sich durchaus eine positive Entwicklung belegen und die Gesamtheit kann sich auf die Schultern klopfen.
Das einzelne Unternehmen wird erst einmal seine eigenen Zahlen betrachten und dabei vor allem die Anzahl der Arbeitsunfälle. Natürlich gibt es statistische Zielkennzahlen, aber das Hauptziel des Arbeitsschutzes ist es, möglichst keinen Arbeitsunfall zu haben. Nimmt die Arbeit und mit ihr die Belegschaft zu, ergeben sich daraus für die Organisation neue Aufgaben. Erledigt man diese Aufgaben, ist es durchaus möglich, auch in einem Umfeld zunehmender Arbeit die Unfallzahlen wieder sinken zu lassen.

